Sonntag, 17. Mai 2015

RainbowFlash national - international


Hallo Community,

in über 130 Ländern haben heute Menschen den Internationalen Tag gegen Homo- und Transphobie begangen, mit Mahnwachen, Kiss-Ins, Demos oder RainbowFlashs. In Deutschland fanden gestern und heute in rund 50 deutschen Städten Aktionen statt. In Köln wurden 1.500 Ballons mit dem Aufdruck "Vielfalt" in die Luft gelassen wurden.

In Albaniens Hauptstadt Tirana gab es eine Regenbogen-Fahrradfahrt, die friedlich verlaufen sein soll.

So auch in etlichen Städten in der Türkei, Fotos dazu findet ihr auf queer.de
 

In Moladwiens Hauptstadt Chisinau hatte die Polizei alle Hände damit zu tun, die LGBT-Demonstration vor gewalttätigen Gegendemonstranten zu schützen.


Auch in Tiflis gingen einige Menschen auf die Straße. Die Aktion war vorab nicht angekündigt worden; erst diese Woche war Georgien wegen Gewalt bei früheren Protesten zum 17.5. vom Europäischen Menschenrechtsgerichtshof verurteilt worden.


In Russland wurde in ganzen 14 Städten demonstriert und gefeiert, die größte Veranstaltung in St. Petersburg hatte rund 350 Teilnehmer. Für den Schutz der friedlichen Veranstaltung wurde die Polizei von den Teilnehmern gelobt.


In Moskau nahm die Polizei hingegen 17 LGBT-Aktivisten fest (als Begründung wurden die beigeführten Ballons genannt) und brachte sie im Polizeibus zu einer Wache. Nach einigen Stunden wurden sie freigelassen.


Zu Gewalt war es zuvor beim Rainbowflash in Chabarowsk im Osten Russlands gekommen. Der Erdkunde-Lehrer Alexander Ermoshkin wurde wie im Vorjahr angegriffen und verletzt.

Bereits am Samstag hatte es an vielen Orten Demonstrationen gegeben. Im polnischen Krakau traf der inzwischen traditionelle Marsch für Gleichberechtigung mit rund 350 Teilnehmern wieder auf etliche homophobe Gegendemonstranten, wurde aber von der Polizei gesichert.

In Santiago de Chile warem am Samstag 50.000 Menschen für die Öffnung der Ehe auf die Straße gegangen.Für 24 Stunden bekam die Hauptstadt auch einen Regenbogen-Zebrastreifen.


Auch die Politik meldete sich am Sonntag zu Wort. US-Präsident Barack Obama betonte in einem Statement den internationalen Kampf für LGBT-Rechte als Aufgabe der Diplomatie.

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gab am Sonntag ihre Unterzeichnung der IDAHO-Erklärung bekannt. Die von Ministern aus inzwischen 17 Ländern unterzeichnete Absichtserklärung umfasst unter anderem die Erfassung und Bestrafung von Hassverbrechen, eine effektive gesetzliche Implementierung von Antidiskriminierungsrichtlinien und den Abbau aller Hürden von Transsexuellen - Dinge, die allerdings teilweise nicht in Schleswigs Ressort fallen und von der Bundesregierung nicht umgesetzt werden.


Quelle, weitere Information, Fotos, Videos:
http://www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=1138

RainbowFlash Lueneburg

Hallo Community,


als ich mit meiner Familie gegen 14.30 Uhr auf dem Marktplatz ankam, waren über hundert Teilnehmer_innen zusammen (trotz des sehr wechselhaften Wetters) zum 1. Lüneburger RainbowFlash zusammen gekommen.

Um ein Zeichen gegen Diskriminierung und für die Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten zu setzen. 
Es gab ein buntes und schönes Programm!
Hier findet ihr vom RainbowFlash 1. Video   2. Video   Fotos  und noch mehr Fotos

Die Teilnehmer_innen schrieben auf Kärtchen Botschaften gegen Diskriminierung und für die Vielfalt sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identitäten, banden diese dann an die Ballons.
Diese mussten jedoch sehr festgehalten werden, denn es war sehr windig, mache Ballons entwischten trotz allem frühzeitig, so musste einer Neuer her und eine weitere Botschaft wurde geschrieben.

Gegen 15.00 Uhr,  stiegen unter dem Beifall , der Teilnehmer_innen hunderte von Ballons  mit deren Botschaft gen Himmel.
Danach machten wir uns zügig  auf den Weg in die Mondbasis, zu Kaffee, Kuchen, Kekse und Apfelsaft J  Denn es fing kräftig zu regnen an. 
In der Mondbasis angekommen, schien wieder die Sonne J

Samstag, 16. Mai 2015

Morgen wird es bunt


Morgen am Sonntag, den 17.05.2015 wird es bunt!



Der Rainbowflash  beginnt um 14:00 Uhr, Marktplatz Lüneburg

Es ist der Internationale Tag gegen Homo-­, Bi-­, Trans*-­ und Inter*phobie.

Alle sind eingeladen, morgen am Sonntag gemeinsam zu feiern, ein Zeichen für Toleranz zu setzen und einen spannenden und vor allem bunten Nachmittag zu erleben!
SchLAu Lüneburg e.V. organisiert den Rainbowflash. Hierfür haben sie ein großes Bündnis zusammengetrommelt, um gemeinsam für mehr Toleranz und Gleichberechtigung zu kämpfen. Wir vom Regenbogentreff sind werden auch mitmachen. Des Weiteren sind dabei:

BLIST e.V., Bündnis 90/Die Grünen Lüneburg, DIE LINKE Lüneburg, Infoline Lüneburg, donum vitae – Schwangerschaftskonfliktberatung, lady*fest, Luenegay.de, Miss G, Mondbasis, Linksjugend 'solid-Lüneburg, pro aktiv center Lüneburg, pro familia Lüneburg, QuARG Lüneburg, QueerRoom Lüneburg, SPD Lüneburg, Stadtjugendring Lüneburg, tanz!RAUMdes.

Als Redner_innen wird neben SchLAu e.V. , Julia Verlinden, Abgeordnete des Bundestages, Dirk Ahrens wird als Dirk I „Schwuler Heidekönig“ dabei sein.

Um 15 Uhr werden dann die etwa 500 bunten Luftballons in die Luft steigen und die vielfältigen Botschaften über die Grenzen Lüneburgs hinaustragen.
Alle sind eingeladen, morgen gemeinsam zu feiern und ein Zeichen für Toleranz zu setzen, es wird auf jeden Fall ein spannender und vor allem bunter Nachmittag!



Kommt und macht einfach mit!


Dienstag, 12. Mai 2015

Deutschland faellt bei LGBTI-Rechten weiter zurueck

Hallo Community,

Deutschland fällt bei LGBTI-Rechten weiter zurück!
In der ILGA-Liste der LGBTI-freundlichsten Länder in Europa rutscht Deutschland auf Rang 14 ab – der Abstand zur Führungsgruppe wird immer größer.
Am Sonntag hat die europäische LGBTI-Organisation ILGA Europe ihrem "Rainbow Europe"-Bericht vorgestellt, in dem anhand von 48 Kriterien die rechtliche Lage von LGBTI dargestellt wird.


Sieger wurde wie im vergangenen Jahr Großbritannien vor Belgien. In der Spitzengruppe den größten Sprung nach vorne machte Malta: Die Mittelmeerinsel verbesserte sich von Rang elf auf Rang drei. Grund ist, dass Malta ein Jahr nach der Einführung von eingetragenen Partnerschaften im vergangenen Monat eines der fortschrittlichsten Transsexuellengesetze der Welt beschlossen hat . Auf den darauffolgenden Plätzen liegen Schweden, Kroatien, Spanien und die Niederlande.

Bei den deutschsprachigen Ländern konnte die Bundesrepublik mit Rang 14 zwar am besten abschneiden – im Vergleich zum letzten Jahr hat sich Deutschland damit einen Platz verschlechtert, im Vergleich zu 2010 bereits drei Plätze. Österreich folgt knapp dahinter auf Rang 15, die Schweiz liegt auf Rang 31, Liechtenstein auf Rang 36.

Russland ist nicht mehr belegt nun nicht mehr den letzten Platz.
Unter den 49 Ländern am schlechtesten schnitt Aserbaidschan ab. Der Binnenstaat in Vorderasien übernahm die rote Laterne von Russland, das nun auf Rang 48 aufgestiegen ist.
Zu den LGBTI-feindlichsten Ländern Europas zählen ferner Armenien, die Ukraine, Monaco, die Türkei und Mazedonien.

Der Sieger Großbritannien glänzt vor allem mit umfassendem Schutz für LGBTI-Familien und einem vorbildlichen Antidiskriminierungsgesetz. Allerdings gibt es hier erhebliche Unterschiede zwischen den vier Landesteilen: So würde der nach Unabhängigkeit strebende Landesteil Schottland mit 92 Prozent die Liste deutlich anführen. Insgesamt erhält das Königreich aber nur 86 Prozent, insbesondere weil der Landesteil Nordirland noch nicht die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet hat.


Deutsche Defizite
Deutschland verliert vor allem Punkte, weil die Politik das Thema Hassvergehen kaum angeht. Das führt dazu, dass Kroatien inzwischen Deutschland bei LGBTI-Rechten deutlich hinter sich gelassen hat, weil in der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Homo- und Transsexuelle weit besser vor Hassvergehen geschützt sind als hierzulande.
Ein weiteres Defizit in Deutschland ist das Ehe-Verbot für Schwule und Lesben. Außerdem sind manche Gesetze, etwa Bildungspläne oder Aktionspläne zur Gleichbehandlung, nur in manchen Bundesländern ein Thema. Besorgt schaut ILGA in seinem Report auch auf die Entwicklung in Baden-Württemberg und die homophoben "Demos für alle".
Größter Aufsteiger ist Luxemburg, das sich von Rang 28 auf Rang 18 verbessern konnte. Grund hierfür ist insbesondere die Öffnung der Ehe im Januar, allerdings gibt es im Großherzogtum weiterhin viele Defizite beim Schutz vor Diskriminierung und bei Hassvergehen. Ebenfalls einen großen Sprung nach oben machte Georgien, das sich um neun Plätze auf Rang 22 verbesserte. Größte Absteiger waren dagegen Slowenien und Bulgarien: Für beide Länder ging es um je sechs Plätze nach unten, sie nehmen nun Platz 25 bzw. 32 ein.
Die Dachorganisation ILGA Europe ist die europäische Sektion der International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association (ILGA). Ihr gehören über 400 LGBT-Organisationen aus ganz Europa an. 


Transgender-Rechte leicht verbessert.
Parallel zur ILGA-Liste hat die Organisation "Transgender Europe" ebenfalls eine Analyse veröffentlicht. Demnach erkennen nur 37 von 49 Ländern die Geschlechtsidentität von Transpersonen an. Die meisten Länder legten dieser Gruppe noch Steine in den Weg: 
So würden lediglich zwei Staaten – Dänemark und Malta – das Geschlecht von Transpersonen  in Dokumenten ohne aufwändige Gutachten ändern.

Immer noch 23 Länder machen dafür einen operativen Eingriff zur Voraussetzung, beklagen die Aktivisten. Deutschland hat diesen Zwang 2011 abgeschafft – allerdings nicht durch die Politik, sondern durch ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, das die Regelung als unvereinbar mit der Menschenwürde und dem Recht auf körperliche Unversehrtheit ansah.
Immerhin hätte sich die rechtliche Lage im vergangenen Jahr leicht verbessert. So gebe es jetzt in 22 Staaten ausdrücklichen Diskriminierungsschutz für Transpersonen. Im Vorjahr hatte es derartige Gesetze nur in 15 Ländern gegeben.

Quelle und weitere Informationen:


Sonntag, 10. Mai 2015

RainbowFlash in Lueneburg


Hallo Community,

hier habe ich einen Veranstaltungstipp für Euch:








Sonntag, 17. Mai um 14:00 Uhr, Marktplatz Lüneburg
Es ist der Internationale Tag gegen Homo-­, Bi-­, Trans*-­ und Inter*phobie.
Kommt und macht mit!

Gay Pride auf Kuba

Hallo Community,

hier habe ich das Neuste aus Kuba für euch:


Gay Pride auf Kuba. Mit einer symbolischen schwul-lesbischen Massenhochzeit wurde am Samstag in Havanna Kubas fünfter CSD gefeiert.

Über tausend Menschen nahmen am bunten Straßenzug durch die Altstadt teil. Angeführt wurde die Parade von Mariela Castro, Tochter von Staatschef Raúl Castro und Leiterin des Nationalen Zentrums für Sexuelle Erziehung (Cenesex), das die Veranstaltung organisiert hatte.

Reverend Roger LaRade, der als Priester einer protestantischen Kirche extra aus Kanada eingeflogen worden war, segnete während der Veranstaltung unter dem Jubel der Zuschauer Dutzende lesbische und schwule Paare. Offiziell werden im sozialistischen Kuba gleichgeschlechtliche Partnerschaften noch immer nicht anerkannt.

Mit den symbolischen Hochzeiten will Mariela Castro den Druck auf die Politik erhöhen - immerhin diskutiert die Kommunistische Partei bereits seit 2008 über eine Gleichstellung. "Wir haben noch keine Hochzeit, aber eine erste bescheidene Feier", wird die Präsidententochter von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert. "In Zukunft werden wir sehen, was wir tun können."

Auf Kuba hatten die Kommunisten nach ihrer Machtübernahme im Jahr 1959 Homosexuelle als "Abweichler" verfolgt und in Internierungslager gesteckt. Erst nach seiner Abdankung entschuldigte sich Revolutionsführer Fidel Castro 2010 für die Verfolgung. Seit 1979 sind einvernehmliche gleichgeschlechtliche Handlungen auf Kuba straffrei.

Quelle und weitere Informationen: http://www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=1130

Montag, 4. Mai 2015

Ralf-Koenig-Comicwand

Hallo Community,

Ich habe hier etwas Interessantes für Euch:

Ralf-König-Comicwand. Brüssel ist wirklich die queere Hauptstadt des Jahres: Die Grand-Place erstrahlt in Regenbogenfarben, Manneken Pis trägt Gaultier - und nun wurde am 1. Mai auch noch eine Ralf-König-Comicwand eingeweiht.

Acht mal vier Meter groß ist das knallbunte Knollennasen-Gemälde in der Rue de la Chaufferette 3. "Zwar direkt über dem örtlichen Hundekackplatz, aber schön bunt mitten in der Homoszenerie", kommentierte Ralf König auf seiner Facebookseite, zusammen mit diesem Foto.

Comic-Fassaden sind seit vielen Jahren ein Wahrzeichen der belgischen Hauptstadt. Von Tim und Struppi über Lucky Luke bis Asterix kann man beim Spaziergang durch Brüssels Innenstadt über 60 Motiven begegnen. Ralf König ist nach Hugo Pratt erst der zweite nicht aus dem franko-belgischen Raum stammende Künstler, dem diese Ehre zuteil wurde.

Einige spannende Hintergründe zur Entstehung der Comicwand gibt ein Interview mit François Massoz-Fouillien, dem Pressesprecher des belgischen Dachverbands Rainbow House. (cw)

Quelle und weitere Informationen:
http://www.queer.de/bild-des-tages.php?einzel=1124

Ein Kuss in Dublin

Hallo Community,

hier habe ich etwas tolles für Euch:

Ein Kuss in Dublin. Dem irischen Fotografen James Delaney ist ein wunderbarer Schnappschuss gelungen: Zwei Frauen küssen sich vor einem christlichen Eheöffnungs-Gegner - das Gesicht des Mannes spricht Bände.

Das Foto entstand in der vergangenen Woche vor dem Trinity College in Dublin, wo sich im Vorfeld des Volksentscheids zur Ehe-Öffnung ein homophober Aktivist mit dem Schild "God says no. Nature says no. Vote no" postiert hatte. Zwei Frauen begannen sich spontan zu küssen.

"Ich glaube nicht, dass viele die beiden Frauen in der Menschenmasse überhaupt wahrgenommen haben", erklärte James Delaney gegenüber Buzzfeed. "Doch diejenigen, die sie gesehen haben, begannen zu klatschen, und irgendwann haben dann alle geklatscht. Es war ein ganz besonderer Moment."

Die irische Volksabstimmung über die Ehe-Öffnung für lesbische und schwule Paare findet am 22. Mai statt.

Quelle und weitere informationen:

Lily Parr


Beitrag von Sundance:

Hallo Community,

ich möchte Euch Lily Parr, eine wahre Pionierin des Frauenfussballs vorstellen:

"Es wurden Beschwerden gegen die Ausübung des Fussballsports durch Frauen vorgebracht. Der Rat fühlt sich gehalten, seine feste Überzeugung auszudrücken, dass das Fussballspiel für Frauen nicht geeignet ist und deshalb nicht gefördert werden sollte."

Diese im Jahre 1921 vom englischen Fußballverband herausgegebene Erklärung, mit der der Frauenfußball in Stadien der FA-Clubs untersagt wurde,diese behinderte dessen Weiterentwicklung. Der Frauenfußball war zu dieser Zeit, sehr beliebt. Die Partien der Frauen wurden in vor beeindruckenden Kulissen ausgetragen. Die Beliebtheit des Frauenfußballs war zum Teil auch den frühen Stars geschuldet. Eine davon war Lily Parr, die wohl außergewöhnlichste Spielerin des frühen 20. Jahrhunderts.

Sie war eine unübersehbare Person mit bemerkenswertem Charakter, die ein geradezu unglaubliches Leben führte. Sie war fast 1 Meter 80 groß, eine Kettenraucherin mit rabenschwarzem Haar und einem berüchtigten linken Fuß. Ihre Karriere als Fußballerin begann bereits im Jahr 1919, als sie gerade einmal 14 Jahre alt war. In ihrem zweiten Spiel für St. Helens Ladies gegen Dick, Kerr's Ladies aus Preston, beeindruckte sie den Trainer Alfred Frankland von Kerr derart, dass er ihr einen Platz in seinem ohnehin schon sehr stark besetzten Team anbot. Sie zog nach Preston und hatte damit den perfekten Klub gefunden, wo sie sich zu einer der torgerfährlichsten Spielerinnen aller Zeiten entwickeln konnte.
Bis zu dem Verbot von 1921 war das Team von Dick, Kerr's Ladies (das im I. Weltkrieg von der weiblichen Notbelegschaft des Eisenbahnwerks Dick, Kerr & Co. in Preston gegründet worden war), als karitatives Team unterwegs und brachte durch seine Spiele Geld für den Kriegsversehrten-Hilfsbund (National Association of Discharged and Disabled Soldiers and Sailors) auf. 1920 bereiste eine französische Mannschaft England und bestritt vier Spiele gegen Dick, Kerr's Ladies. Als inoffizielle englische Nationalmannschaft gewann das Team zwei Spiele, zudem gab es ein Unentschieden und eine Niederlage. Dabei brachte man fast GBP 3.000 für wohltätige Zwecke zusammen, nach heutigem Wert über GBP 100.000.

Torfestivals vor Rekordkulissen
Bei einem Gegenbesuch in Frankreich absolvierten die Mannschaften weitere Partien. Dadurch wuchs das Interesse an Dick, Kerr's weiter, und nach der Rückkehr nach Großbritannien bestritt das Frauenteam Spiele vor Rekordkulissen (bis zu 53.000 Zuschauer im Goodison Park). Im Laufe dieser Zeit kamen weit über GBP 5.000 für wohltätige Zwecke zusammen (mehr als GBP 200.000 nach heutigem Wert). 1921 erzielte Parr bei einem 9:1-Kantersieg gegen eine Großbritannien-Auswahl fünf Tore. In einem Länderspiel gegen Frankreich besorgte sie beim 5:1-Sieg vor 15.000 Zuschauern alle fünf Tore für ihr Team.

Doch gleichzeitig mit der stetig steigenden Popularität von Parr, dem Team und dem Frauenfußball insgesamt, sowie angesichts der enormen aufgebrachten Gelder, wurde das Team Gegenstand politischer Auseinandersetzungen. Die Kerr's Ladies bestritten damals auch Spiele zur Unterstützung von Bergarbeitern. Das Team stand der Arbeiterbewegung nahe und es dauerte nicht lang, bis die FA Schritte zur Unterdrückung des Frauenfußballs einleitete. Die FA fügte der Erklärung, Fußball sei "für Frauen gänzlich ungeeignet", noch hinzu: "Der Rat ist ferner der Auffassung, dass ein übermäßig hoher Anteil der Einnahmen für Kosten aufgewendet wird und dass kein angemessener Anteil tatsächlich wohltätigen Zwecken zugute kommt."

Obgleich "Fussball für Frauen nicht geeignet" war, trat das Team von Kerr eine Reise in die USA an. Hier absolvierten die Frauen insgesamt neun Spiele, davon auch einige gegen Männermannschaften. Parr war der große Star dieser Begegnungen. In amerikanischen Zeitungsberichten wurde sie als "die brillanteste Spielerin der Welt" bezeichnet.

Auch nach der Rückkehr bestritt Kerr's Ladies weiterhin Benefizspiele, doch da nun der Zugang zu den großen Stadien verwehrt war, kamen nicht mehr so große Summen zusammen wie vor dem entsprechenden FA-Beschluss. Parr indes spielte weiterhin unverzagt und erzielte Tore wie am Fließband. Letztlich wurde Dick, Kerr & Co. von English Electric übernommen. Zahlreiche Teammitglieder wurden entlassen, darunter auch Parr.

Unermüdliche Stürmerin
Sie fand eine neue Arbeit im Whittingham Hospital and Lunatic Asylum, einem der Nutznießer der karitativen Arbeit Kerrs. Trainer Frankland eröffnete einen Gemüseladen in Preston und betreute das Team auch weiterhin. Während der Arbeit lernte Parr ihre zukünftige Partnerin Mary kennen. Gemeinsam kauften sie ein Haus in Preston. Sie versuchten gar nicht erst, ihre Beziehung geheim zu halten, so wie es viele andere gleichgeschlechtliche Paare damals tun mussten.

Obgleich nun die frühere Unterstützung durch Dick, Kerr & Co. fehlte, blieben die Preston Ladies auch weiterhin das beste Team Englands. 1927 feierte man einen 11:2-Kantersieg gegen die Blackpool Ladies, bei dem sich selbstverständlich auch Parr in die Torschützenliste eintrug. Während einige Teammitglieder heirateten oder emigrierten und dem Team den Rücken kehrten, machte Parr weiter und erlangte immer größere Bekanntheit.

Bobby Walker, ein schottischer Nationalspieler, attestierte ihr "das beste natürliche Timing, dass ich je erlebt habe."

"Sie hatte einen Schuss wie ein Maultier", so ihre Teamkameradin Joan Whalley. "Ich kannte keine andere Person, die den ruhenden Ball, und es war der damalige schwere Lederball, von rechts über das gesamte Feld zu mir nach links wuchten konnte. Und die Kraft ihres Schusses hätte mich dabei fast umgehauen."

1937 feierten die Preston Ladies einen 5:1-Sieg gegen die Edinburgh Ladies und gewannen damit die "Meisterschaft von Großbritannien und der Welt". Unter den Torschützen waren sowohl Parr als auch die damals 15-jährige Whalley. Trainer Frankland fasste in seiner Ansprache anlässlich des Sieges noch einmal die beeindruckenden Verdienste des Teams zusammen:

Symbolfigur für den Frauenfußball
"Seit unserer Gründung haben wir 437 Spiele bestritten und davon 424 gewonnen. Verloren haben wir nur sieben Mal, und es gab sechs Unentschieden. Wir haben 2.863 Tore erzielt und nur 207 Gegentore zugelassen", so seine Zahlen. "Insgesamt haben wir hier und im Ausland mehr als GBP 100.000 für wohltätige Zwecke aufgebracht."

Sofern Franklands Zahlen zutreffen, hätten Dick, Kerr's und die Preston Ladies mit ihrer Starspielerin Lily Par einen Betrag aufgebracht, der heute mehreren Millionen Pfund entsprechen würde.

Nachdem das Team während des II. Weltkriegs aufgrund der Benzin-Rationierung und wegen Franklands Einsatz als Luftraumbeobachter nur wenige Partien bestreiten konnte, wurde Parr 1946, also nach 26 Jahren im Dienst des Teams, zur Spielführerin ernannt. Ihr letztes Spiel bestritt sie am 12. August 1950 im Alter von 45 Jahren. Beim 11:1-Sieg gegen Schottland verewigte sie sich ein letztes Mal in der Torschützenliste. In ihrer gesamten Karriere erzielte Parr mehr als 900 Tore.

Anfang der 1960-er Jahre ging sie in Rente und erkrankte 1967 an einem Krebsleiden, dem sie 1978 schließlich erlag. 1971 erlebte Parr allerdings noch, wie die FA ihren Beschluss von 1921 zurücknahm, der Frauen das Fussballspielen in Stadien von FA-Clubs untersagte. Auch über ihren Tod hinaus bleibt Parr eine Symbolfigur für den Frauenfußball und für die Rechte Homosexueller. Als 2002 die English Football Hall of Fame im nationalen Fußball-Museum gegründet wurde, war Parr die einzige Spielerin, die berücksichtigt wurde. Von 2007 bis 2009 wurde zudem die Lily Parr Exhibition Trophy zwischen LGBT-Teams aus England, Frankreich und den USA ausgespielt – eine Reminiszenz an die Reisen von Dick, Kerr's Ladies Anfang des 20. Jahrhunderts.

Parr wäre sicher sehr zufrieden, wenn sie sähe, dass gut ein Jahrhundert nach ihrer Geburt der Frauenfußball in ihrem Heimatland blüht, die FAWSL immer mehr Zuschauer anzieht und das Finale des Olympischen Fußballturniers der Frauen von London 2012 vor einer Rekordkulisse von mehr als 80.000 Fans ausgetragen wurde.
Die deutsche Fußballnationalmannschaft der Frauen ist die von der verantwortlichen Bundestrainerin betreute Auswahl der deutschen Fußballspielerinnen. Sie repräsentiert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf internationaler Ebene sowohl in Freundschaftsspielen gegen die Auswahlmannschaften anderer nationaler Verbände als auch bei der Europameisterschaft des europäischen Kontinentalverbandes UEFA, der Weltmeisterschaft der FIFA und den Olympischen Spielen.

Quelle und weitere Informationen:

Die deutsche Frauenfußballnationalmannschaft ist neben den USA die erfolgreichste der Welt. Die Auswahl ist zweifacher Weltmeister und achtfacher Europameister. Allein die letzten sechs Europameisterschaften wurden in Folge gewonnen. Nur Deutschland wurde sowohl mit den Frauen als auch mit den Männern Fußballweltmeister und -europameister. Rekordnationalspielerin und -torschützin ist Birgit Prinz, die 2003 auch Torschützenkönigin bei der Weltmeisterschaft wurde.
In den Jahren 2003 und 2009 wurde die Nationalmannschaft zu Deutschlands Mannschaft des Jahres gewählt. Bis März 2009 belegte die Mannschaft Platz zwei in der FIFA-Weltrangliste, fiel am 27. März aber erstmals nach fünfeinhalb Jahren auf Platz 3. Nach dem Gewinn der Europameisterschaft wurde wieder Platz 2 erreicht. Seit dem 19. Dezember 2014 ist Deutschland wieder Nummer 1 in der FIFA-Weltrangliste und damit stehen erstmals die Männer- und Frauennationalmannschaften eines Landes auf Platz 1.
Die Bundestrainerin ist seit Juli 2005 Silvia Neid, die Tina Theune nach neun Jahren abgelöst hat.
Für ihre Leistungen bei den Weltmeisterschaften 2003 und 2007 sowie der Europameisterschaft 2009 wurde die Mannschaft für den Laureus World Sports Awards der Jahre 2004, 2008 und 2010 nominiert.
Quelle und weitere Informationen:


Ab September 2016, wird Steffi Jones Bundestrainerin.Bundestrainerin, Silvia Neid hingegen übernimmt die Leitung der neuen Scoutingabteilung Frauen- und Mädchenfußball im DFB.


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Themenanregungen oder Kritik könnt ihr gern auf Twitter und Facebook hinterlassen, oder per E-Mail an wbirger44|at|gmail.com senden.

Bruce Jenner

Ein Olympiasieger outet sich: "Ich bin eine Frau"

Bruce Jenner war der Vorzeige-Athlet einer Sportnation, Nationalheld, Olympiasieger, Werbegesicht. Außerdem, und das ist nicht weniger von Bedeutung in den USA: Realitystar und Stiefvater von Trash-Ikone Kim Kardashian. Über Nacht wurde er nun zum berühmtesten Transgender des Landes. Er ist nicht der erste Prominente in den USA, der offen zu seiner Umwandlung steht. Aber er ist einer der bekanntesten und könnte somit durchaus etwas bewegen.
"Ich bin eine Frau", auf diese Worte hatte Amerika gewartet. Zumindest all diejenigen, die monatelang die Verwandlung des ehemaligen Zehnkämpfers verfolgt hatten. US-Medien hatten jeden noch so kleinen Schritt Jenners dokumentiert. Mit seiner Offenbarung im US-Fernsehen endet für den US-Sportler und Schauspieler nicht nur ein jahrelanges Versteckspiel sondern auch die monatelange Jagd der US-Medien nach Jenners gut gehütetem Geheimnis.

Quelle und Weitere Informationen:

Jeanne Lessenich

Hallo Community,

ich möchte Euch Jeanne Lessenich vorstellen:

*Sie wurde 1942 geboren, und  kann auf ein volles Leben wechselnder Identitäten zurückblicken:
Als Illustratorin, Autorin, als Mann, Frau, Ehepartner, Lebensgefährtin, als Suchende und Findende. Trans* wurde eines ihrer Lebensthemen, die Antwort auf die Frage nach dessen Bedeutung fand sie unter anderem bei den First Nations Navajo und im Zen-Buddhismus in Japan, in Selbsthilfegruppen in Deutschland, und nicht zuletzt: in sich selbst.


**Lessenichs Geschichte ist in mehrfacher Hinsicht ergreifend unorthodox. Sie macht sich in den 1960er Jahren auf den transsexuellen Weg, als Transfrauen bestenfalls die trübe Perspektive eines Lebens zwischen Nachtclub und Prostitution haben. In jenen Jahren ist Casablanca ihr Mekka, dort operiert der französische Gynäkologe Dr. Burou nach einer Methode, die für die Schaffung einer Neovagina noch heute vorbildlich ist. Jean Lessenich gehört in Deutschland zu den Pionierinnen, international zählt sie nach Christine Jorgensen, April Ashley, Coccinelle und Ian Morris zur zweiten Generation der Transfrauen. Beruflich kann sie reüssieren, sie arbeitete in den 1970er Jahren bei der legendären Agentur GGK in Düsseldorf. In jenen Jahren wird Werbung sexy, mutieren die Grafiker und Texter zu Popstars der Wirtschaft – und Jean Lessenich wird nach eigenen Worten „die erste transsexuelle Junior- und später vollwertige Art-Direktorin der Werbe- wie der Transsexuellen –Geschichte:“ Nicht zuletzt macht sie durch zwei langjährige Beziehungen prägende Erfahrungen mit außereuropäischen Kulturkreisen und deren Verständnis von Geschlechtlichkeit.

Quelle und weitere Informationen unter: